Ausstiege aus dem unteren Einkommensbereich
Personen Prof. Dr. Hans-Jürgen Andreß, Dipl. Soz. Anne Krüger
Projektbeschreibung Das Projekt knüpft an die Armuts- und Reichtumsberichte des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) und des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbandes (DPWV) an, in denen die Anzahl und die sozio-demographische Struktur der von Armut und Unterversorgung betroffenen Personen beschrieben werden. Hier geht es jedoch um die weitergehende Frage, ob und unter welchen Bedingungen es diesen Personen gelingt, ihre Lebenslage zu verbessern. Im Mittelpunkt des Forschungsinteresses steht das Verhältnis von Eigeninitiative und institutionellem Hilfeangebot. Im Einzelnen sollen folgende Fragen untersucht werden:
  1. Wie groß ist der Anteil des Personenkreises, der aufgrund seiner faktischen Möglichkeiten zu einem Ausstieg aus Armut und Unterversorgung in der Lage ist?
  2. Um welche sozio-demographischen Gruppen handelt es sich hierbei bzw. welche individuellen und sozialen Faktoren begünstigen (bzw. behindern) einen solchen Ausstieg?
  3. Welche Rolle spielen hierbei die Aktivitäten des Individuums, sein soziales Netzwerk und das institutionelle Hilfeangebot (Arbeitsamt, Sozialamt, Jugendamt usw.)?
Betrachtet wird der gesamte untere Einkommensbereich. Das Verhalten der Individuen wird mit Hilfe repräsentativer Längsschnittdaten, dem so genannten Niedrigeinkommens-Panel, untersucht.
Finanzierung Das Projekt wird aus Mitteln des Zentrums für Empirische Wirtschafts- und Sozialforschung und einer Sachbeihilfe der Hans-Böckler Stiftung finanziert.
Daten Niedrigeinkommens-Panel des Bundesministeriums für Gesundheit und Soziale Sicherung
Methoden
  • Panelanalyse
  • Ereignisdatenanalyse (Verweildaueranalyse)
Veröffentlichungen link
Weitere Hinweise Abstract/Projektantrag