Datenbank Makroindikatoren
Personen Prof. Dr. Hans-Jürgen Andreß, Dr. Ingo Rohlfing, Hawal Shamon
Projektbeschreibung Empirische Forschungen in den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften untersuchen häufig die Handlungen und Einstellungen individueller (Personen) und kollektiver Akteure (Betriebe, Parteien, Gewerkschaften, Organisationen). Das Verhalten der Akteure ist dabei von institutionellen Rahmenbedingungen abhängig, also von formellen und informellen Regeln und Normen. Die institutionellen Rahmenbedingungen sind wiederum historische Konstrukte, die auf frühere Handlungen und Entscheidungen der Akteure zurückgehen. Institutionelle Rahmenbedingungen bestimmen die Anreizstruktur der Handlungssituation. Dabei kann es sich um (lokale, gruppenbezogene) Regeln und Normen im Nahbereich handeln oder auch um (globale, nationale) Regeln und Normen, die die gesamte Gesellschaft betreffen.

Die zu entwickelnde Datenbank soll quantitative Indikatoren für ausgewählte institutionelle Rahmenbedingungen auf nationaler Ebene erfassen (daher die Bezeichnung "Makroindikatoren"). Untersuchungseinheiten sind die in der OECD zusammengeschlossenen Nationalstaaten. Für jeden Indikator soll jeweils eine längere Zeitreihe erstellt werden, die den Zeitraum seit den 1960er Jahren erfasst. Der Oberbegriff "institutionelle Rahmenbedingungen" ist weit gefasst und bedarf im Laufe der Projektarbeiten einer weiteren Eingrenzung. Prinzipiell sind aber alle gesellschaftlichen Subsysteme eingeschlossen: politisches System (inkl. System der sozialen Sicherung), Wirtschaftssystem (inkl. das System der Arbeitsbeziehungen) sowie Institutionen der Zivilgesellschaft (z.B. Familienrecht) und der Kultur (inkl. des Bildungs- und Wissenschaftssystems).
Finanzierung Gefördert aus Mitteln des Zentrums für Empirische Wirtschafts- und Sozialforschung
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