Jahreskonferenz des Zentrums für Empirische Wirtschafts- und Sozialforschung
Personen Prof. Dr. Hans-Jürgen Andreß / Dipl. Soz. Anne Krüger
Beschreibung Die Jahreskonferenz besteht aus Posterpräsentationen empirischer Projekte des Zentrums in Verbindung mit einem geselligen Zusammentreffen der Zentrumsmitglieder. Interessierte Kolleginnen und Kollegen der Universität zu Köln und ihrer Institute sind herzlich eingeladen, teilzunehmen und sich über die Arbeit des Zentrums zu informieren.
Finanzierung Die Jahreskonferenz wird aus Mitteln des Zentrums für Empirische Wirtschafts- und Sozialforschung unterstützt.
Zeitpunkt und Ort 22. Juli 2005
Seminarraum 327 des Lehrstuhls für Empirische Sozial- und Wirtschaftsforschung
Universität zu Köln
Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät
Herbert-Lewin-Str. 2
50931 Köln
Bericht Am 22.07.2005 fand die erste Jahrestagung des Zentrums für Empirische Wirtschafts- und Sozialforschung in den Räumen des IBW-Gebäudes der Universität zu Köln statt. Etwa 35 Mitglieder und interessierte Angehörige der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät waren der Einladung des geschäftsführenden Direktors Prof. Hans-Jürgen Andreß gefolgt, sich in ungezwungener Atmosphäre bei einem Imbiss über die durch das Zentrum geförderten Forschungsprojekte zu informieren und auszutauschen. Im Rahmen einer Postersession wurden neun Projekte vorgestellt, die ein breites Spektrum an Themen und Methoden aus mehreren Disziplinen abdecken. Jeweils zwei Projekte haben einen politikwissenschaftlichen bzw. soziologischen Hintergrund, drei entstammen den Wirtschaftswissenschaften und in zwei Fällen handelt es sich um interdisziplinäre Kooperationen.

"Föderalismus und Dezentralisierung als Dimensionen von Staatshandeln" war das Thema von Prof. André Kaiser (Lehrstuhl für Vergleichende Politikwissenschaft) und Niels Ehlert, das von Jan Biela in Vertretung für Herrn Ehlert vorgestellt wurde. Im Rahmen des Projektes soll der Einfluss von Staatsstrukturen auf die Performanz politischer Systeme untersucht werden.
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Udo Diedrichs und Daniel Schraad präsentierten das Projekt READ ("Recherche und Analyse von Daten zur Europäischen Union", Leitung: Prof. Wolfgang Wessels, Forschungsinstitut für Politische Wissenschaft und Europäische Fragen), das eine umfassende Aufbereitung und Auswertung der vergangenen und aktuellen Vertragsentwicklung der EU anstrebt.
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Kim Gerber berichtete vom Stand ihrer Forschungsarbeiten über "Stadt-Umland-Wanderungen in Nordrhein-Westfalen", die sie derzeit unter der Leitung von Prof. Michael Wagner am Forschungsinstitut für Soziologie durchführt.
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Das Projekt von Seiten des Lehrstuhls für Empirische Sozial- und Wirtschaftsforschung (Prof. Hans-Jürgen Andreß), das unter dem Titel "Ausstiege aus dem unteren Einkommensbereich" firmiert, wurde von Anne Krüger vorgestellt. Sie berichtete erste Ergebnisse zu der Frage, welche Rolle die Aktivitäten des Individuums, sein soziales Netzwerk und das institutionelle Hilfeangebot für den Einstieg in den Arbeitsmarkt spielen.
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Ilka Bukowsky erläuterte den theoretischen Bezugsrahmen zur Erforschung der "Wirksamkeit und Wirkung der Unterstützung und Förderung junger Hochtechnologie-Unternehmen und "Unternehmensgründungen durch Business Inkubatoren in der Biotechnologie". Ziel dieses Forschungsvorhabens, das Frau Bukowsky gemeinsam mit Andreas Böhringer am Seminar für Unternehmensentwicklung und Organisation (Prof. Mark Ebers) durchführt, ist die empirische Überprüfung der Frage, durch welche Leistungen und durch welche Art der Leistungserbringung ein Business Inkubator (Gründerzentrum) den Erfolg von Unternehmensgründungen steigern kann.
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Das Kölner Laboratorium für Experimentelle Wirtschaftsforschung, das als ganzes durch das Zentrum gefördert wird, wurde von dessen Leiter Professor Axel Ockenfels (Staatswissenschaftliches Seminar, Energiewissenschaftliches Institut) vorgestellt. Einer der Forschungsschwerpunkte ist die optimale Gestaltung von ökonomischen, politischen und sozialen Institutionen und Mechanismen, die gewissermaßen im "Windkanal" getestet werden können. Eine zweite Herausforderung des Labors besteht darin, die großen Fortschritte der Entscheidungsforschung der letzten Jahre experimentell zu verfeinern (und in mathematische Theorien eingeschränkt rationalen Verhaltens zu übersetzen). Das Labor kann auch von anderen Zentrums- bzw. Fakultätsmitgliedern genutzt werden.
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Die Arbeitsgruppe um Prof. Dirk Sliwka vom Seminar für Personalwirtschaftslehre tut dies bereits im Rahmen ihres Engagements im DFG-Projekt "Experimente zu Anreizen in Organisationen". Alwine Mohnen berichtete Ergebnisse eines Experiments über die "Auswirkungen von Feedback auf die Leistungen von Arbeitnehmern", das sie gemeinsam mit Kathrin Pokorny konzipiert und durchgeführt hat.
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Prof. Alexander Kempf (Seminar für Finanzierungslehre) präsentierte das Design sowie erste Ergebnisse seiner interdisziplinären Zusammenarbeit mit Prof. Michael Wagner vom Forschungsinstitut für Soziologie zum Thema "Erfolgsfaktoren bei Fondsmanagern". Angesichts dessen, dass Investmentfonds nur selten über einen längeren Zeitraum eine überdurchschnittliche Performance liefern, soll untersucht werden, inwieweit dies auf individuelle Merkmale der Fondsmanager bzw. die jeweiligen Rahmenbedingungen zurückzuführen ist.
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Schließlich skizzierte Saskia Wölbert (Seminar für Sozialpolitik, Leitung: Prof. Frank Schulz-Nieswandt) Design und theoretische Rahmung eines weiteren interdisziplinär angelegten Forschungsprojektes, das in Kooperation mit Prof. Holger Pfaff und Elke Driller vom Zentrum für Versorgungsforschung (Medizinische Fakultät) durchgeführt wird. Dabei soll der "Einfluss des Alters und der sozialen Netze von Menschen mit Behinderung auf die Inanspruchnahme stationärer und ambulanter Versorgungsangebote" analysiert werden.
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