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Eine ökonomische Analyse von Feedback - theoretische Implikationen und experimentelle Evidenz
Abstract In vielen psychologischen Studien wurde gezeigt, dass Feedback als Motivator innerhalb einer Arbeitsbeziehung wirkt. In diesem Papier untersuchen wir nun die Wirkung von Feedback mit Methoden der Ökonomie. Dazu analysieren wir in einem einfachen Zweiperioden-Modell den Einfluss von Feedback auf die Arbeitsanstrengung des Agenten. Im Modell gehen wir von zwei möglichen Produktivitätsniveaus des Agenten aus, die dieser ex ante nicht kennt. Im Modell führt Feedback zu Effizienzgewinnen, da die Agenten aus dem Feedback auf ihre Fähigkeit schließen können. Sie können somit nach der Feedbackinformation ihre Anstrengungen an ihre tatsächliche Produktivität anpassen.

Im zweiten Schritt testen wir die theoretischen Resultate in einem ökonomischen Experiment. Aus dem Modell wurden folgende Hypothesen abgeleitet, die wir empirisch überprüfen:
  1. zu einer Anstrengungsanpassung in der zweiten Periode und
  2. zu einem Anstieg des Gesamtnutzens des Agenten.
Die Experimentsdaten bestätigen die theoretischen Vorhersagen. Feedback beeinflusst die Anstrengungswahl des Agenten, obwohl die Entlohnungsfunktion in den Fällen mit und ohne Feedback identisch ist und keine monetären Konsequenzen direkt an die Feedbackinformation geknüpft sind. Außerdem beobachten wir eine unterschiedlich starke Wirkung des Feedbacks abhängig vom Geschlecht der Versuchsperson.
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