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Labor für Experimentelle Wirtschaftsforschung
Abstract Das Kölner Laboratorium für Wirtschaftsforschung wurde aufgebaut und erfolgreich in Betrieb genommen. Einer der Forschungsschwerpunkte ist die optimale Gestaltung von (ökonomischen, politischen und sozialen) Institutionen und Mechanismen, die gewissermaßen im "Windkanal" getestet werden können. Wie, zum Beispiel, müssen Institutionen geschaffen sein, damit sich reziproke und faire Verhaltensmuster bei der Überwindung von Dilemmasituationen bestmöglich entfalten können? Wie sieht die optimale Gestaltung von Auktionsplattformen, Verhandlungsregeln und Reputationsmechanismen im Internet aus? Welche Wahlsysteme können das Funktionieren von Demokratien verbessern? Da die Realität durch Komplexitäten im menschlichen Verhalten und in den Institutionen gekennzeichnet ist, bei denen standardtheoretische Methoden zuweilen an ihre Grenzen stoßen, werden Theorie und Experiment möglichst eng verknüpft. Zudem werden innovative Experimentaltechniken eingesetzt, die es ermöglichen, Verhalten im Detail zu sezieren und zu kontrollieren. Eine zweite Herausforderung ist es, die großen Fortschritte in der Entscheidungsforschung der letzten Jahre experimentell zu "verfeinern" und in mathematische Theorien eingeschränkt rationalen Verhaltens zu übersetzen. Bisher ist es noch nicht zu einer Konvergenz der verschiedenen Ansätze der Motivations-, Adaptions- und Kognitionsforschungen gekommen; dies ist eine der dringendsten Aufgaben der Wirtschaftswissenschaft allgemein und des Kölner Laboratoriums im besonderen.

Die eine Hälfte des Posters ist für grundsätzliche Informationen zu ökonomischen Experimenten im Kölner Laboratorium vorgesehen. Zusätzlich soll auf der zweiten Hälfte beispielhaft das Experiment "Inequality and Trust" vorgestellt werden. In diesem Experiment stehen Vertrauensentscheidungen von Wirtschaftssubjekten im Mittelpunkt.
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